Das Psychoanalytische Institut Heidelberg bietet psychoanalytische Psychotherapie, öffentliche Vorträge, Aus- und Weiterbildung sowie fachlichen Austausch in Heidelberg.
Was ist das PIH?
Das Psychoanalytische Institut Heidelberg ist ein gemeinnütziger Verein mit langer Tradition. Seit über 40 Jahren fördern wir psychoanalytisches Denken, klinische Praxis und Weiterbildung in Heidelberg, Karlsruhe und der Region.
Wir verstehen Psychoanalyse als offenen, zeitgemäßen Ansatz, der Menschen in psychischen Krisen begleitet, fachliche Kompetenz weitergibt und den Austausch zwischen Theorie, Praxis und Gesellschaft ermöglicht.
Was wir tun
Therapie & Hilfe
Wir bieten psychoanalytische Psychotherapie und beraten bei der Suche nach einer passenden Behandlung.
Für unsere Arbeit am Institut sind fachliche Verantwortung, Vertraulichkeit und ein respektvoller Umgang verbindliche Grundlagen, die auch in den Ethikrichtlinien unseres Verbandes festgeschrieben sind. Weitere Informationen zu ethischen Leitlinien, berufsrechtlichen Fragen und Ansprechmöglichkeiten finden sich hier: Ethik und Anliegen
Unsere Ambulanz bietet Orientierung, Diagnostik, Beratung und Psychotherapie sowie Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Therapieplatz in Heidelberg und der Region.
Gerne können Sie Termine zu unseren Sprechzeiten telefonisch bei uns in der Ambulanz vereinbaren. Unsere Terminvereinbarung erfolgt ausschließlich über Telefon.
Was die Ambulanz bietet
Beratung
Orientierung bei psychischen oder psychosomatische Beschwerden.
Diagnostik
Psychotherapeutische Sprechstunde und diagnostische Einordnung.
Therapie
Tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie.
Vermittlung
Unterstützung bei der Suche nach einem passenden Therapieplatz.
So läuft es ab
Kontakt aufnehmen
Sie erreichen uns telefonisch oder per E-Mail. Wir klären Ihr Anliegen und vereinbaren einen Termin.
Erstgespräch
In einem persönlichen Gespräch besprechen wir Ihre Situation und die nächsten Schritte.
Empfehlung oder Vermittlung
Sie erhalten eine passende Empfehlung für die weitere Behandlung oder wir unterstützen Sie bei der Suche nach einem Therapieplatz.
Sie können uns zu unseren Sprechzeiten unter dieser Nummer erreichen und einen Termin vereinbaren: 06221 16 77 23. Unsere Terminvereinbarung erfolgt ausschließlich über Telefon.
Was passiert im Erstgespräch?
Im Erstgespräch geht es darum, Ihr Anliegen kennenzulernen und gemeinsam zu klären, welche Form der Unterstützung für Sie passend sein könnte.
Sie haben Raum, Ihre aktuelle Situation, Beschwerden oder Fragen zu schildern. Außerdem informieren wir Sie über mögliche nächste Schritte, Therapieformen und organisatorische Rahmenbedingungen.
Wie lange dauert es, bis ich einen Termin erhalte?
Die Wartezeit auf ein Erstgespräch kann variieren und hängt von der aktuellen Auslastung der Ambulanz ab.
Bitte nehmen Sie direkt Kontakt mit uns auf. Wir informieren Sie dann über die derzeitigen Möglichkeiten und das weitere Vorgehen.
Wie viel Zeit sollte ich für das Erstgespräch einplanen?
Für das Erstgespräch sollten Sie in der Regel etwa 75 Minuten einplanen.
Was sollte ich zu meinem ersten Termin mitbringen?
Sie benötigen für den ersten Termin Ihre Versichertenkarte. Ein Überweisungsschein von Ihrem Hausarzt/Facharzt ist nicht nötig.
Welche Kosten entstehen?
Die Kosten für die Leistungen unserer Ambulanz werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Auch private Krankenversicherungen übernehmen i.d.R. die Kosten für Sprechstunde und Therapien. Wir beraten Sie hierzu auch gerne im Vorfeld am Telefon.
Welche Therapieformen bietet die Ambulanz an?
Wir bieten tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sowie analytische Psychotherapie an.
Gemeinsam mit Ihnen klären wir, welche Therapieform und welcher Rahmen (z.B. Einzeltherapie, Gruppentherapie, Paartherapie) Ihr Anliegen am besten unterstützt.
Gibt es Gespräche in anderen Sprachen?
Wir bieten auch Gespräche in anderen Sprachen an. Gerne beraten wir Sie am Telefon, auf welchen Sprachen wir aktuell Gespräche anbieten können.
Was tun in einer Krisensituation?
Die Ambulanz ist keine Notfallambulanz.
Notfallhinweise
Soforthilfe
Notruf 112
bei akuter Gefahr oder medizinischem Notfall
Polizei 110
wenn unmittelbarer Schutz erforderlich ist
Ärztlicher Bereitschaftsdienst 116117
wenn dringend Hilfe nötig ist, aber keine akute Lebensgefahr besteht
Versichertenkarte, ggf. Medikamentenliste und wichtige Unterlagen.
Wann 112?
Bei akuter Selbst- oder Fremdgefährdung oder wenn unmittelbare Hilfe erforderlich ist.
Aus- & Weiterbildung
Diese Sektion bietet Orientierung zur Aus- und Weiterbildung für Psycholog*innen, Ärzt*innen und in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie
Für Psycholog*innen
Orientierung
Weiterbildung
Psycholog*innen, die sich für den künftigen Weiterbildungsweg interessieren, können sich an das Institut wenden, um sich frühzeitig zu orientieren und über aktuelle Möglichkeiten ins Gespräch zu kommen.
Information auf Anfrage
Bisherige Ausbildung
Die bisherige Ausbildung nach dem früheren Rahmen wird nur noch für bereits aufgenommene Teilnehmer*innen fortgeführt.
keine neuen Bewerbungen
Was Sie bei uns erwartet
Lehranalyse / Selbsterfahrung
zentrale Selbsterfahrung, in der Regel hochfrequent (4 Std./Woche)
Seminare
theoretische und klinische Lehrveranstaltungen
Fallseminare & Arbeitskreise
gemeinsame Arbeit an klinischen Fällen und vertiefenden Themen
Behandlungspraxis & Supervision
eigene Behandlungen, je nach Fall auch höherfrequent, begleitet durch Supervision
Einzelne Seminare finden in Kooperation mit anderen Instituten statt.
Für Ärzt*innen
Orientierung
Weiterbildungsweg
Das PIH bietet Ärzt*innen psychoanalytische Weiterbildung im Rahmen der geltenden ärztlichen Weiterbildungsordnung. Im Mittelpunkt stehen klinische Erfahrung, theoretische Fundierung und die Entwicklung einer psychoanalytischen Haltung.
ärztliche Weiterbildung
Bewerbung & Einstieg
Bei Interesse an einer Weiterbildung wenden Sie sich bitte an das Sekretariat oder an die zuständige ärztliche Weiterbildungsleitung. So können aktuelle Möglichkeiten und individuelle Fragen persönlich geklärt werden.
Information auf Anfrage
Was Sie bei uns erwartet
Lehranalyse / Selbsterfahrung
zentrale Selbsterfahrung, in der Regel hochfrequent (4 Std./Woche)
Seminare
theoretische und klinische Lehrveranstaltungen
Fallseminare & Arbeitskreise
gemeinsame Arbeit an klinischen Fällen und vertiefenden Themen
Behandlungspraxis & Supervision
eigene Behandlungen, je nach Fall auch höherfrequent, begleitet durch Supervision
Weiterbildung in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie
Diese Weiterbildung richtet sich an Menschen aus unterschiedlichen Berufsfeldern, die psychoanalytisches Denken für ihre professionelle Arbeit, Forschung oder gesellschaftliche Praxis nutzen möchten.
Für wen?
Die Weiterbildung richtet sich an akademisch qualifizierte Personen aus unterschiedlichen Berufsfeldern, z. B.
Pädagogik, Bildung und Erziehung
Soziale Arbeit und Beratung
Philosophie, Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften
Theologie und Religionswissenschaft
Jura, Politik- und Verwaltungswissenschaften
Kunst, Kultur und Medien
sowie weitere berufliche Felder
Was sie vermittelt
Die Weiterbildung verbindet psychoanalytische Theorie, Selbsterfahrung und Anwendung. Sie vermittelt ein vertieftes Verständnis für:
unbewusste Prozesse und ihre Wirkung in Individuum, Gruppe und Institution
Übertragung und Gegenübertragung in professionellen Beziehungen
kulturelle, soziale und gesellschaftliche Dynamiken
psychoanalytische Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Fragen
Wichtige Hinweise
Die Weiterbildung in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie ist ein eigenständiger Weiterbildungsweg.
Sie befähigt nicht zur Ausübung von Psychotherapie oder zur psychoanalytischen Behandlung von Patient*innen.
Einzelne Seminare können in Kooperation mit anderen Instituten stattfinden.
Beratung & Kontakt
Fragen zu aktuellen Wegen, Voraussetzungen und Orientierung beantworten wir gerne im persönlichen Gespräch.
Für die bisherige Ausbildung nach Psychotherapeutengesetz nimmt das PIH keine neuen Bewerbungen mehr entgegen, da dieses Ausbildungsmodell ausläuft. Bereits aufgenommene Teilnehmer*innen werden weiter begleitet.
Für künftige Weiterbildungsmöglichkeiten für Psycholog*innen können Sie sich zur Orientierung an das Sekretariat oder an die zuständige psychologische Weiterbildungsleitung wenden.
Welche Voraussetzungen gelten für Psycholog*innen?
Der künftige Weiterbildungsweg für Psychologinnen setzt grundsätzlich eine Approbation als Psychotherapeutin nach neuer Rechtslage voraus.
Weitere Voraussetzungen hängen von der jeweils geltenden Weiterbildungsordnung, dem gewählten Gebiet und den anerkannten Weiterbildungsstätten ab. Da sich die konkrete Umsetzung im Aufbau befindet, empfehlen wir ein persönliches Informationsgespräch.
Für Ärzt*innen richtet sich die Weiterbildung nach der ärztlichen Weiterbildungsordnung. Grundsätzlich setzt ärztliche Weiterbildung die ärztliche Approbation voraus.
Für die psychoanalytische Weiterbildung können je nach Weiterbildungsziel, Fachgebiet und bisherigem Weiterbildungsstand unterschiedliche Voraussetzungen relevant sein. Bitte wenden Sie sich an das Sekretariat oder direkt an die zuständige ärztliche Weiterbildungsleitung.
Wie unterscheiden sich die Wege für Psychologinnen und Ärztinnen?
Psychologinnen und Ärztinnen bringen unterschiedliche berufsrechtliche Voraussetzungen mit. Die Weiterbildung für Psychologinnen ist an die psychotherapeutische Weiterbildung nach neuer Rechtslage gebunden. Die Weiterbildung für Ärztinnen folgt der ärztlichen Weiterbildungsordnung.
Fachlich gibt es große Überschneidungen: Seminare, Fallarbeit, Supervision, Selbsterfahrung und die Entwicklung einer psychoanalytischen Haltung sind für beide Wege zentral.
Welche Rolle spielen Selbsterfahrung / Lehranalyse und Supervision?
Selbsterfahrung beziehungsweise Lehranalyse ist ein zentraler Bestandteil psychoanalytischer Qualifizierung. Sie dient der persönlichen Erfahrung der psychoanalytischen Methode und der Entwicklung einer psychoanalytischen Haltung.
Am PIH hat die hochfrequente Selbsterfahrung besondere Bedeutung. In der psychoanalytischen Ausbildung findet sie in der Regel mit mehreren Sitzungen pro Woche statt.
Supervision und Fallseminare begleiten die eigene klinische Arbeit; auch höherfrequente Behandlungen können je nach Weiterbildungsweg Teil der Qualifizierung sein.
Was ist das Besondere an der Weiterbildung in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie?
Diese Weiterbildung richtet den psychoanalytischen Blick auf nicht-klinische Arbeitsfelder. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie unbewusste Prozesse in Institutionen, Gruppen, Wissenschaft, Kultur, Pädagogik, Politik oder gesellschaftlichen Konflikten wirksam werden.
Sie ist kein Weg zur psychotherapeutischen Behandlung von Patient*innen, sondern ein eigenständiger Weiterbildungsweg für Menschen, die psychoanalytisches Denken in ihrem jeweiligen Berufsfeld nutzen möchten.
Kann ich als Nicht-Psychologin oder Nicht-Ärztin teilnehmen?
Ja, unter bestimmten Voraussetzungen. Die Weiterbildung in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie richtet sich ausdrücklich auch an Personen aus anderen akademischen und beruflichen Feldern, etwa Pädagogik, Philosophie, Kultur-, Sozial-, Politik-, Wirtschafts- oder Naturwissenschaften, Theologie, Jura, Kunst und Medien.
Vorausgesetzt werden in der Regel ein abgeschlossenes Hochschulstudium, Berufstätigkeit und ausreichende Berufserfahrung. Die individuelle Passung sollte im persönlichen Kontakt geklärt werden.
Wie ist die Weiterbildung aufgebaut und wie lange dauert sie?
Der Aufbau hängt vom jeweiligen Weiterbildungsweg ab. Zur psychoanalytischen Qualifizierung gehören in der Regel theoretische Seminare, Selbsterfahrung beziehungsweise Lehranalyse, Supervision, Fallarbeit, Arbeitskreise und fachlicher Austausch.
Bei klinischen Weiterbildungswegen kommt die praktische Arbeit mit Patient*innen hinzu. Umfang und Dauer richten sich nach dem jeweiligen Weiterbildungsziel und den geltenden Ordnungen.
Welche finanziellen Rahmenbedingungen gelten?
Die finanziellen Rahmenbedingungen unterscheiden sich je nach Weiterbildungsweg.
Für Psycholog*innen nach neuer Rechtslage gelten andere Bedingungen als in der bisherigen Ausbildung nach Psychotherapeutengesetz. Fragen zu Anstellung, Vergütung und möglichen Eigenanteilen hängen von den jeweils geltenden rechtlichen Vorgaben und der konkreten Umsetzung ab.
Für Ärzt*innen können Kosten insbesondere für Lehranalyse/Selbsterfahrung, Supervision und Semestergebühren entstehen. Zugleich können im Rahmen der praktischen Weiterbildung unter bestimmten Voraussetzungen Behandlungen über die Institutsambulanz erfolgen.
Für die Weiterbildung in Psychoanalytischer Sozial- und Kulturtheorie gelten eigene finanzielle Rahmenbedingungen.
Konkrete Informationen erhalten Sie im persönlichen Informationsgespräch.
Wie läuft ein Informationsgespräch ab?
Ein Informationsgespräch dient der Orientierung. Sie können klären, welcher Weiterbildungsweg zu Ihrem beruflichen Hintergrund passt, welche Voraussetzungen relevant sind und welche nächsten Schritte sinnvoll wären.
Das Gespräch ist noch keine Bewerbung. Es hilft beiden Seiten, Fragen frühzeitig zu sortieren.
An wen wende ich mich bei weiteren Fragen?
Das Sekretariat ist eine gute erste Anlaufstelle und kann Ihr Anliegen an die passende Person weiterleiten.
Wenn Sie bereits wissen, welcher Weg für Sie relevant ist, können Sie sich auch direkt an die zuständige Weiterbildungsleitung wenden.