Psychoanalytisches Institut Heidelberg

Psychoanalyse & Film

Aktuelle Filme in Heidelberg

Das aktuelle Programm für die Reihe in Heidelberg finden Sie auch hier.

27.9.2017 um 19.30h:
„Kriegerin“. (D 2012, R.: David Wnendt)

vorgestellt wird der Film von D. Nakhla

Inhalt: Marisa ist Anfang 20, Neonazi und sie schlägt zu, wenn ihr jemand dumm kommt. Sie lebt in einer miefigen ostdeutschen Kleinstadt, hasst Ausländer, Politiker, den Kapitalismus, die Polizei und alle anderen, denen sie die Schuld dafür gibt, dass ihr Freund Sandro im Knast landet und ihre Welt aus den Fugen gerät. Und der Sommer hält noch mehr Ärger für sie parat: Die rebellische Svenja drängt in Marisas Clique, macht ihr den Platz streitig, und der afghanische Flüchtling Rasul sucht sich ausgerechnet ihren Badesee zum Schwimmen aus. Ein überzeugtes Neonazi-Mädchen im Osten freundet sich wider Erwarten mit einem afghanischen Flüchtling an. Packendes Sozialdrama um eine junge Frau in einer rechtsradikalen Clique in der Provinz, die versucht, ihr Leben zu ändern. (Quelle: kino.de)

25.10.2017 um 19.30h:
„Lou Andreas-Salomé“. (D 2016, R.: Cordula Kablitz-Post)

vorgestellt wird der Film von C. Pop

Inhalt: 1861 in St. Petersburg geboren, wuchs Lou wohl situiert und gebildet auf. Doch schon bald musste sie feststellen, dass sie als Frau von der Dominanz der Männer beherrscht wird und entschließt sich, nicht den üblichen Weg als Ehefrau und Mutter einzuschlagen. Stattdessen wollte sie bereits in jungen Jahren (Liv Lisa Fries) als ebenbürtig und gleichgestellt akzeptiert werden und entsagte sich den Männern. Sie stürzte sich in ihre Bildung, schrieb Gedichte, befasste sich mit Philosophie und sprach drei Sprachen fließend. Auf ihren intellektuellen Reisen machte sie Bekanntschaft mit Friedrich Nietzsche (Alexander Scheer) und Paul Rée (Philipp Hauß). Beide Männer waren so fasziniert von Lou, dass sie ihr jeweils einen Heiratsantrag machten, welche sie jedoch abwies. Erst als sie den jungen Rainer Maria Rilke (Julius Feldmeier) begegnet, der sie mit seinen Gedichten umwarb, verliebte sie in den noch unbekannten Dichter. In den folgenden Jahren (in dieser Phase von Katharina Lorenz dargestellt) folgten weitere Affären mit ganz unterschiedlichen Männern. Einer davon war Sigmund Freud (Harald Schrott), der sie mit seinen Theorien über Tiefenpsychologie fasziniert. Nicht nur beschäftigt sich Lou in dieser Phase intensiv mit den Ansichten des Arztes, sondern bereichert diese mit ihren eigenen Ideen. Ihren Lebensabend verbringt Lou (Nicole Heesters) in Göttingen. Hier lässt sie im Schatten des aufkommenden Nationalsozialismus gemeinsamen mit dem jungen Ernst Pfeiffer (Matthias Lier) ihr Leben Revue passieren. Von ihren Errungenschaften in der Philosophie und Literatur bis hin zur ihrer späten Entdeckung der Liebe. Das bewegte Leben der Lou Andreas-Salomé, die für viele bedeutende Denker ihrer Zeit sowohl Inspiration, Muse und ebenbürtige Intellektuelle galt, wurde bislang nicht verfilmt. Inszeniert wird das Doku-Drama von Cordula Kablitz-Post, die mit diesem Film ihr Debüt ablegt. (Quelle: kino.de)

29.11.2017 um 19.30h:
„Timbuktu“. (F/MR 2014, R.: Abderrahmane Sissako)

vorgestellt wird der Film von G. Krauss

Inhalt: Eindringliches Drama über den Einfluss von Dschihadisten auf das alltägliche Leben der Menschen in Timbuktu und Umgebung. Krieg, Hunger, Krankheit und Hoffnungslosigkeit. Wer sich mit Hilfe von Hollywood ein Bild von Afrika macht, der bekommt stets die gleichen, enggeführten Perspektiven angeboten. Ein viel zu kleiner Nenner, auf welchen man den schillernden Kontinent niemals reduzieren sollte. Wer Afrika selbst schon einmal bereist hat, der bringt einen Erfahrungsschatz mit, der die Darstellung afrikanischer Länder im Film ad absurdum führt. Doch es gibt Ausnahmen: „Timbuktu“ kann sich dazu zählen.

Natürlich gibt es unzählige gute Filme, die in Afrika spielen, doch leider erreichen uns die wenigstens davon hier in Europa. Dass „Timbuktu“ dieses Muster bricht, hat viel mit der ungewöhnlichen Intensität des Films und seiner Bilder rund um die Oasenstadt im westafrikanischen Staat Mali zu tun.

Regisseur Abderrahmane Sissako führt zu Beginn seines Filmes den selbstbewussten Viehzüchter Kidane (Ibrahim Ahmed aka Pino) ein, der in den Dünen nahe Timbuktu ein schlichtes und ruhiges Leben mit seiner Familie führt. Als da wären seine Frau Satima (Toulou Kiki), seine  Tochter Toya (Layla Walet Mohamed) und schließlich noch der 12jährige Issan (Mehdi Ag Mohamed). Doch ihr glückliches Leben wird jäh unterbrochen als Jihadisten in der Region ein Schreckensregime einrichten. Unter der religiösen Knute der Fanatiker werden das Lachen, Zigaretten und Musik verboten. Die Frauen trifft es besonders schwer. Sie leben fortan ein Leben in absoluter Unfreiheit. Zunächst scheint es so, als würde die Familie von der Schreckensherrschaft der Jihadisten verschont, doch das soll sich schon bald ändern.

„Timbuktu“ ist ein seltenes Juwel. Dunkel und lebensfroh zugleich zeigt uns der Film ein kompromissloses und interessantes Bild von Mali.

(Quelle: kino.de)

 

 


Psychoanalyse & Film ist eine gemeinsame Reihe von:

– Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie e.V. (HIT)

– Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie HD-Mannheim e.V. (IPP)

– Psychoanalytisches Institut Heidelberg (DPV/IPA)

Informationen: www.psychoanalytische-ressourcen.de

 

Aktuelle Filme in Mannheim (Cinema Quadrat):

17.09.2017 um 19.30h:
„The Big Lebowski“. (USA/GBR 1998, R.: Joel Coen, Ethan Coen)

vorgestellt wird der Film von M. Zeul

Inhalt: „The Big Lebowski“ von den Brüdern Joel und Ethan Coen spielt Anfang der 1990er Jahre und erzählt die Geschichte des bowlenden Alt-Hippies Jeffrey Lebowski (Jeff Bridges), der gern und viel kifft, White Russian trinkt und das Bowlen sein Hobby nennt. Das Leben könnte schön und entspannt sein, doch eines Tages wird der Dude, so Jeffreys Spitzname, Opfer einer Verwechslung und ein paar unangenehme Herren urinieren auf seinen Teppich, der das Wohnzimmer erst so richtig gemütlich gemacht hat.

Die Attacke galt jedoch seinem Namensvetter und nicht dem schluffigen Dude, der die Sache eigentlich auf sich beruhen lassen möchte. Doch wir sind schließlich in den USA und nicht in Vietnam und hier gelten Regeln, findet der exzentrische Walter (John Goodman), seines Zeichens ein guter Freund und Bowling-Kumpane. Der Dude macht sich also zu Herrn Lebowski auf, um das Missverständnis aus dem Weg zu räumen und wird in eine zunehmend undurchsichtige Entführungsgeschichte verwickelt, aus der er nicht so schnell wieder heraus kommt. Bonny (Tara Reid), die junge Frau des an den Rollstuhl gefesselten Milliardärs Lebowski wurde scheinbar entführt und nun soll der Dude den Geldüberbringer spielen. Natürlich ruft das erneut Walter auf den Plan, der bereits mit dem falschen Hasen im Gepäck ausgestattet ist und auch diese Aktion beispiellos in den Sand setzt. Das ruft wiederum eine Gruppe von Nihilisten auf den Plan, die dem Dude nun an seinen Johannes wollen… (Quelle: kino.de)

 

Weitere Filme in Mannheim:

Kino: Cinema Quadrat; Beginn jeweils 19:30 Uhr; Einführung zum Film vor Beginn und Diskussion im Anschluss an die Vorstellung. Kartenreservierung: 0621 212 42;
E-Mail: info@cinema-quadrat.de; Internet: www.cinema-quadrat.de

 


Psychoanalyse & Film ist eine gemeinsame Reihe von:

– Heidelberger Institut für Tiefenpsychologie e.V. (HIT)

– Institut für Psychoanalyse und Psychotherapie HD-Mannheim e.V. (IPP)

– Psychoanalytisches Institut Heidelberg (DPV/IPA)

Informationen: www.psychoanalytische-ressourcen.de