Psychoanalytisches Institut Heidelberg

Kosten

Allgemeines

Das Psychoanalytische Institut Heidelberg der DPV/IPV e.V. ist ein eingetragener, als gemeinnützig anerkannter Verein und verfolgt kein kommerzielles Interesse.

Die Kosten für die Ausbildung setzen sich im Wesentlichen aus den Kosten für die Lehranalyse (Selbsterfahrung), die Supervision und den Semestergebühren zusammen. Sie sind abhängig von der Dauer der Ausbildung. Das Minimum einer berufsbegleitenden Weiterbildung nach dem Psychotherapeutengesetz beträgt 5 Jahre. Entscheidend für die Beurteilung der finanziellen Aufwendungen für verschiedene Ausbildungsangebote sind aber insbesondere auch die Einnahmen, welche die Ausbildungskandidaten durch die Honorare für die von ihnen selbst durchgeführten Ausbildungsbehandlungen erhalten. Von diesen Honoraren behalten viele Ausbildungsinstitute häufig einen hohen Prozentsatz ein. Im Psychoanalytischen Institut Heidelberg wird an die Ausbildungskandidaten die volle Vergütung ausbezahlt, die derzeit ebenso wie bei den Vertragspsychotherapeuten bei 84 € pro Behandlungsstunde liegt. Hinzu kommen weitere Einnahmen u. a. durch probatorische Sitzungen, die Erhebung der biographischen Anamnese und die Erstellung von Berichten an den Gutachter, die die Ausbildungskandidaten ebenfalls in vollem Umfang von der Institutsambulanz, über die sie die Ausbildungstherapien abrechnen, erhalten.

Die oft beklagte Höhe der Kosten für die Ausbildung gilt demnach nur für den Beginn der Ausbildung, bis nach 1,5 Jahren das Vorkolloquium (Zwischenprüfung) absolviert werden kann und über die praktische Ausbildung (d. h. die Durchführung von Ausbildungsfällen unter Supervision) Einnahmen erzielt werden können. Bis zum Vorkolloquium können die Lehranalyse und die Semestergebühren nicht über Einnahmen aus der Ausbildung finanziert werden. In diese Zeit fällt auch die praktische Tätigkeit nach dem PsychThG, in der in allen staatlich anerkannten Ausbildungsinstituten 1800 Stunden in psychiatrischen Kliniken und psychosomatischen Einrichtungen absolviert werden müssen. Diese praktische Tätigkeit wird häufig von den Kliniken und Einrichtungen nur unzureichend bezahlt.

Ausgaben & Einnahmen

Ausbildungskosten bis zum Vorkolloquium (Zwischenprüfung):

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Kosten und Einnahmen ab dem Beginn der praktischen Ausbildung: Vom Psychotherapeutengesetz werden bei der verklammerten Ausbildung (tiefenpsychologisch fundierte und analytische Psychotherapie) mindestens 900 Behandlungsstunden gefordert. Da die Behandlungen eine Mindeststundenzahl umfassen müssen, um als prüfungsrelevante Ausbildungsfälle berücksichtigt werden zu können, können von den Ausbildungskandidaten mehr Behandlungsstunden durchgeführt werden für den Fall frühzeitigerer Beendigungen von Ausbildungsfällen. Bei der Berechnung wird von 1100 Behandlungsstunden und einer Gesamtausbildungsdauer von 5 Jahren ausgegangen.

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Bei einer Ausbildungsdauer von 5 Jahren und der Durchführung von 1100 Behandlungsstunden lässt sich demnach ein Gesamtgewinn von 21.188 € erzielen.

*) Bei den angegebenen Beträgen handelt es sich um Annäherungswerte

Finanzierungshilfen

Über die Stiftung der DPV können sich Ausbildungskandidaten der DPV um ein zinsloses Darlehen (in begrenztem Umfang) bewerben. Näheres finden Sie dort. Mit der Rückzahlung des Darlehens der DPV-Stiftung muss erst ab dem Erhalt der ersten Einnahmen aus den Ausbildungsbehandlungen begonnen werden (50 € pro Monat, nach Beendigung der Ausbildung 200 € pro Monat).

Weitere Informationen hierzu erhalten Sie beim zentralen Ausbildungsausschusses der DPV (Tel.: 030 26 10 19 87, E-Mail: zaa@dpv-psa.de). Auch die IPV bietet eine Ausbildungsförderung an. Für Psychologen besteht auch die Möglichkeit, die 1800 Stunden der praktischen Tätigkeit direkt nach der Zulassung zur Ausbildung zu beginnen und mit der Lehranalyse erst nach deren Abschluss zu beginnen, wodurch sich der erste Abschnitt der Ausbildung (bis zum Vorkolloquium) auf 3 Jahre verlängern würde.

Mit Beginn der praktischen Ausbildung (d. h. der Durchführung von Ausbildungsbehandlungen unter Supervision) übersteigen die Einnahmen aus der Ausbildung die anfallenden Kosten deutlich. Auch eine Verlängerung der Ausbildung verschlechtert die positive finanzielle Bilanz nicht, da die Einnahmen aus den Behandlungsfällen bestehen bleiben. Ab dem Erhalt der Einnahmen aus den Ausbildungsbehandlungen besteht die Möglichkeit, darüber die Ausbildung zu finanzieren und auch den Lebensunterhalt zu bestreiten (je nach den individuellen Bedürfnissen und Erfordernissen). Die Teilzeitausbildung ermöglicht auch die Erzielung weiterer Einnahmen zur Finanzierung des Lebensunterhalts durch eine Anstellung in Teilzeit. Werden Einnahmen allein durch die praktische Ausbildung über die Institutsambulanz erzielt, bieten die gesetzlichen Krankenkassen für Ausbildungskandidaten einen reduzierten Beitrag für die eigene Kranken- und Pflegeversicherung von 83,10€ pro Monat an.

Die Seminare am Institut werden unentgeltlich angeboten bzw. sind mit dem Institutsbeitrag abgegolten. Die Dozenten arbeiten ehrenamtlich. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, kostenfrei an wissenschaftlichen Veranstaltungen des Instituts teilzunehmen.

Fahrtkosten sind individuell unterschiedlich. Literaturkosten können durch Nutzung der Institutsbibliothek und Zugang zu PEP (online Archiv Psychoanalytic Electronic Publishing mit mehr als 65000 Artikeln, es können auch Kongressberichte etc. nachgelesen werden) begrenzt werden. Die Ausbildungskosten sind steuerlich voll absetzbar.

Weitere Fragen?

Kontaktieren Sie uns! Wir beraten Sie gerne, wenn sie sich für die Ausbildung interessieren.

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